Wielands Leben

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5. September 1733
Christoph Martin Wieland wird als Sohn des Pfarrers Thomas Adam Wieland und der Mutter Regina Catharina, geb. Kick, in Oberholzheim im Oberschwäbischen geboren

1739-47
Besuch der Biberacher Lateinschule und Privatunterricht

1747-1749
Schüler in Kloster Bergen bei Magdeburg zur Vorbereitung auf ein Theologiestudium

1749
Aufenthalt bei dem Verwandten Johann Wilhelm Baumer in Erfurt; 19. Mai Inskription als Philosophiestudent

1750
Rückkehr nach Biberach; Verlobung mit der Cousine Sophie Gutermann, spätere La Roche, Großmutter von Clemens und Bettina Brentano; Ende Oktober: Jurastudium in Tübingen, währenddessen beschäftigte er sich fast ausschließlich mit den schönen Wissenschaften und der Philosophie und hörte außerdem keinerlei Collegia mehr

1752
März/April: Briefwechsel mit Bodmer

Im Oktober: Übersiedlung nach Zürich auf Einladung Johann Jacob Bodmers, bei dem er auch bis 1754 wohnt

1753
Mitte Dezember: Die Verlobung wird gelöst und Sophie Gutermann heiratet Georg Michael La Roche

bis 1759
arbeitet Wieland als Hauslehrer in Zürich und Bern

1760
am 30. April wird Wieland Senator von Biberach und Kanzleivorsteher seiner Vaterstadt und findet Anschluß an den Kreis des ehemaligen kurmainzischen Großhofmeisters, des Grafen Stadion, auf Schloß Warthausen bei Biberach

1761
September: Direktor der Evangelischen Komödiantengesellschaft; Inszenierung von Shakespeares ›Sturm oder Der Erstaunliche Schiffbruch‹ im Biberacher Theater in der ›Schlachtmetzg‹

1765
Heirat mit der Augsburger Kaufmannstochter Anna Dorothea von Hillenbrand

1769
Februar: Ernennung zum Kurmainzischen Regierungsrat und ersten Professor der Weltweisheit an der kurmainzischen Universität Erfurt

1771
Frühjahr: Reise nach Koblenz (Ehrenbreitstein) über Wetzlar zu Sophie la Roche, Mainz, Frankfurt und Darmstadt

1772
September: Übersiedlung nach Weimar; Wieland wird Erzieher des Erbprinzen Carl August am Weimarer Hof

1773
Premiere des Singspiels ›Alceste‹ am 28. Mai und Beginn der Herausgabe des ›Teutschen Merkur‹

1775
Regierungsantritt Herzog Carl Augusts von Sachsen-Weimar am 3. September; Wieland erhält mit diesem seinen Abschied und eine lebenslange Pension; Freundschaft mit Goethe

1787
persönliche Bekanntschaft mit Schiller

1794
Dezember: In Göschens Leipziger Verlag beginnt die Veröffentlichung von ›Wielands Sämmtlichen Werken‹ in vier verschiedenen Formaten und Ausstattungen zu erscheinen, die erste Gesamtausgabe eines deutschen Klassikers

1796
Reise nach Zürich zur Tochter Charlotte, die mit dem Verleger Heinrich Geßner verheiratet ist; Übergabe des Redaktionsgeschäftes für den ›Teutschen Merkur‹ (seit 1790 ›Neuer Teutscher Merkur‹) an Karl August Böttiger

1797
Kauf des Gutes Oßmannstedt bei Weimar und Übersiedlung am 1. Mai

1799
Besuch Sophie La Roches und ihrer Enkelin Sophie Brentano in Oßmannstedt

1800
Sophie Brentano stirbt am 19. September in Oßmannstedt und wird im Gutspark beigesetzt

1801
Wielands Gattin stirbt am 8. November und wird neben Sophie bestattet

1802-1803
November 1802 bis Januar 1803 weilt Kleist in Wielands Haus

1803
Im Sommer veräußert Wieland das Gut in Oßmannstedt und kehrt nach Weimar zurück

1808
Wieland begegnet Napoleon

1813
20. Januar: Tod Wielands, er wird neben seiner Frau Dorothea und Sophie Brentano im Oßmannstedter Gutspark beigesetzt